Meldungsauswertung im Zuge des Meldeprozesses

Nach der Übermittlung Ihrer Meldungen an das Hessische Krebsregister, werden diese in einem umfangreichen Bearbeitungsprozess intensiv geprüft und dokumentiert. Im Zuge der Meldungsbearbeitung informieren wir Sie regelmäßig über Art, Umfang und Qualität Ihrer Meldungen. Hier erfahren Sie mehr über unsere Meldungsauswertungen im Zuge der Bearbeitung.

Meldungsverarbeitung im Hessischen Krebsregister

Jede Meldung wird in der Vertrauensstelle dokumentiert und anschließend der Abrechnungsstelle zur Vergütung sowie der Landesauswertungsstelle zur klinisch-epidemiologischen Auswertung weitergeleitet. Jede eingehende Meldung durchläuft sechs Phasen:

  1. Meldungseingang
    Annahme der Daten
  2. Stammdatenverarbeitung
    Erfassung der Personendaten der Patientin bzw. des Patienten
  3. Medizinische Dokumentation
    Verarbeitung der medizinischen Informationen
  4. Vergütungsprüfung
    Prüfung der Meldung auf Vergütungsfähigkeit
  5. Abrechnung
    Abrechnung mit den Kostenträgern und Vergütung der Meldung
  6. Auswertung
    Klinisch-epidemiologische Auswertung und Berichterstattung

Was mit Ihrer Meldung bei uns im Detail passiert, erfahren Sie hier:
Bearbeitungsprozess der Meldungen im Hessischen Krebsregister

Best-Of-Datensatz

In Phase 2 und 3 werden die übermittelten Meldungen auf Vollständigkeit sowie Plausibilität geprüft und die „besten“ Informationen für jeden Meldeanlass zu einem „Best-Of-Datensatz“ zusammengeführt. Dieser Datensatz umfasst alle zum Bearbeitungszeitpunkt im Krebsregister erfassten Informationen zu Diagnose, Therapien und dem langfristigen Verlauf zu einem Krebsfall. Der Best-Of-Datensatz bildet die Grundlage für Auswertungen und für die klinisch-epidemiologische Berichterstattung, für die die Landesauswertungsstelle zuständig ist.

Weitere Informationen zur Best-Of-Bildung finden Sie auf folgender Seite:
Meldende in Hessen

Etablierte Rückmeldungen an die Meldenden

Senden die hessischen Ärztinnen bzw. Ärzte (im Folgenden meldende Einrichtung genannt) die Meldung über ihre tumortherapeutischen Leistungen auf elektronischem Wege an das Krebsregister, so geschieht dies in Form von mehreren Meldungen in umfassenden elektronischen Paketen.

Im Zuge der Meldungsbearbeitung, d. h. von Meldungseingang bis zur Abrechnung, erhalten alle Einrichtungen, die die elektronische Meldungsübermittlung nutzen, Rückmeldungen zu den Meldungen. Für den Meldeweg auf Papier ist diese Art der Rückmeldung nicht möglich. Auf die etablierten Rückmeldung gehen wir im nachfolgenden Text näher ein.

Weitere Informationen zu den Übermittlungswegen finden Sie hier:
Übermittlungswege der Meldungen

1. Rückmeldung nach Import der elektronischen Meldungen

Nachdem ein Meldungspaket erfolgreich in das Dokumentationssystem der Vertrauensstelle eingepflegt wurde, versenden wir zu jedem Paket eine Rückmeldung per E-Mail mit näheren Informationen.

Inhalte der Rückmeldung

  1. Paket-ID
    Eindeutige ID des Pakets in der Vertrauensstelle
  2. Anzahl der im o. g. Paket enthaltenen Informationen
    Meldeanlass „Behandlungsbeginn“: n Einträge
    Meldeanlass "Behandlungsende": n Einträge
    Meldeanlass "Berechnet: Konferenz": n Einträge
    Meldeanlass "Diagnose": n Einträge
    Meldeanlass "Statusänderung": n Einträge
    Meldeanlass "Statusmeldung": n Einträge
    Meldeanlass "Abschluss/Tod": n Einträge
  3. Informationen über vorgenommene Anpassungen
    Bevor das Meldungspaket erfolgreich in das Dokumentationssystem der Vertrauensstelle eingespielt werden kann, werden folgende Zuordnungen geprüft und ggf. angepasst:

    1. Zuordnung jeder Meldung in dem Meldungspaket zu dem Meldenden
    (über die sogenannte „Melder-ID“)
    2. Zuordnung des Meldungspakets zum Einsender dieses Pakets
    (über die sogenannte „Einsender-ID“)

    Zusätzlich gleichen wir das Meldungspaket vorher mit dem ADT/GEKID-Schema ab und nehmen ggf. Änderungen vor. Wir informieren Sie in der Rückmeldung über die vorgenommenen Anpassungen. Bitte bereinigen Sie die Daten vor der Übermittlung der Meldungspakete an das Hessische Krebsregister.

2. Rückmeldung zur Vergütbarkeit der Meldungen

Die meldende Einrichtung erhält jährlich eine Rückmeldung, aus welchen Gründen die von ihnen gesendeten Meldungen ggf. nicht vergütet werden können. Diese Rückmeldung wurde bisher an die koordinierenden K7-Häuser versendet und wird ab Herbst 2020 an alle Einrichtungen übermittelt, die mehr als 50 Meldungen im Jahr auf elektronischem Wege sendeten.

Ob eine gesendete Meldung vergütet werden kann, entscheidet sich auf zwei Ebenen. Die erste Ebene ergibt sich durch den Bearbeitungsstand der Meldung im Register:

1. Löschung von Meldungen:
Zunächst werden Meldungen gelöscht, die nicht ins Register aufgenommen werden.
Diese Löschung betrifft Meldungen, zu denen nicht die Aufklärung der Patientin bzw. des Patienten übermittelt wurde oder ein bereits aus einer anderen Praxis / Klinik ein Widerspruch der Patientin / des Patienten zur Verarbeitung der Daten im Register vorliegt. Zudem werden Meldungen gelöscht, die Leistungen zu Krebserkrankungen betreffen, die nicht meldepflichtig sind.

2. Status der Einarbeitung:
Die restlichen Meldungen werden in den Registerbestand eingepflegt. Bestehen unbeantwortete inhaltliche Nachfragen an die meldende Einrichtung oder befindet sich die Meldung noch im Einarbeitungsprozess in den Datenbestand des Krebsregisters, so ist es noch nicht möglich, über ihre Vergütbarkeit zu entscheiden.

Inhalte der Rückmeldung

  • Anzahl eingelesener Pakete
  • Gesamtzahl der Meldungen in den Paketen
  • Anzahl gelöschter Meldungen (wegen Pat.-Widerspruch bzw. fehlender Pat.-Aufklärung, wegen Fehlen einer meldepflichtigen Erkrankung)
  • Anzahl von Meldungen in Nachfragen
  • Anzahl von Meldungen in Bearbeitung
  • Anzahl abgeschlossener primär bearbeiteter Meldungen

Ist die primäre Bearbeitung abgeschlossen, so werden auf zweiter Ebene Meldungen herausgefiltert, falls sie aus formalen Gründen nicht vergütet werden können:

  • Leistungen, die nicht durch die meldende Einrichtung durchgeführt sind (sog. Ex-domo-Meldungen)
  • Versicherungsinformationen sind nicht vorhanden oder nicht gültig. (Dies schließt einen fehlenden Wohnort der Patientin / des Patienten innerhalb Deutschlands ein.)
  • Doppel- / Korrekturmeldung
  • Kein gültiges Leistungsdatum (nach Inkrafttreten des Gesetzes und zu Lebzeiten)

In der Rückmeldung wird angegeben, wie viele Meldungen den jeweiligen Filter nicht passieren konnten. Die Meldungen, die nicht durch diese Filter betroffen sind, werden in einem letzten Schritt inhaltlich geprüft. Die Vergütung kann nur erfolgen,

  • wenn die Meldung medizinisch plausibel ist.
  • wenn die Meldung alle Mindestanforderungen erfüllt, also ein Mindestmaß an Informationsgehalt vorhanden ist.

Inhalte der Rückmeldung

  • Anzahl von ex domo Meldungen
  • Anzahl von Meldungen mit nicht zur Abrechnung nutzbarer Versicherungsinformation
  • Anzahl von Doppel- / Korrekturmeldungen
  • Anzahl von Meldungen ohne gültiges Leistungsdatum
  • Anzahl von medizinisch unplausiblen Meldungen
  • Pro Meldeanlass und pro Mindestanforderung: Anzahl der Meldungen, die diese Anforderung nicht erfüllen

Meldende erhalten außerdem für ihre Meldungen:

  1. eine Meldevergütung
  2. Informationen zum aktuellen Vitalstatus ihrer Patientin bzw. ihres Patienten
  3. Informationen zur Behandlung und Verlaufsbeurteilung
    durch andere Ärztinnen und Ärzte
  4. Unterstützung in der Tumordokumentation

Infohotline

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069 5660876-0Mo. bis Do. von 8 - 16 Uhr;
Fr. von 8 - 13 Uhr