Tipps, wie Sie Meldungen optimieren und
zeitraubende Nachfragen vermeiden

Melden – und das dem eigentlichen Tagesgeschäft? Ärztinnen, Ärzte und Dokumentierende füllen ihre Meldungen schon ganz gut aus. Dennoch sind uns Angaben in den Meldungen gelegentlich unklar. Hier einige Tipps, wie Sie Ihre Meldungsdokumentation noch optimieren können – damit für Sie kein unnötiger Aufwand durch unsere Nachfragen entsteht.

Tipp 1: Personendaten der Patientin bzw. des Patienten

In den Meldungen fehlen am häufigsten die Versichertendaten der Patientin bzw. des Patienten, wie z. B. die Angaben zur Krankenkasse (Krankenversichertennummer, Krankenkassennummer, Name der Krankenkasse). Diese fehlenden Informationen verursachen die meisten Nachfragen im Team Stammdatenverarbeitung der Vertrauensstelle.

Daten der Patientin bzw. des Patienten

Bei jeder Meldung vollständig auszufüllende Felder:

  1. Nachname
  2. Vorname
  3. Geschlecht
  4. Geburtsdatum
  5. Adresse
    Straße, Postleitzahl, Ort, Hausnummer wenn bekannt
  6. Krankenversichertennummer
    Pflicht bei GKV-Versicherten. Bei PKV-Versicherten anzugeben, wenn vorhanden.
  7. Krankenkassennummer (Institutionskennzeichen)
    Informationen zur Dokumentation finden Sie auf folgender Seite:
    Dokumentation von Versichertendaten
  8. Name der Krankenkasse
  9. Meldebegründung (Patienteninformation)
    Ohne Aufklärung der Patientin bzw. des Patienten ist eine Meldungsverarbeitung nicht möglich!
  10. Meldeanlass
    Pflicht bei elektronischen Meldungen

In jeder Meldung ist die Angabe der Versichertendaten der Patientin bzw. des Patienten für die Auszahlung der Meldungsvergütung unabdingbar. Fehlen diese Angaben, kann die Meldungsinformation nicht an die entsprechende Krankenkasse – für die Auszahlung der Meldungsvergütung – weitergeleitet werden. Somit kann der meldenden Einrichtung für die stattgefundene Meldung keine Vergütung überwiesen werden.

Bitte achten Sie deshalb bei jeder Meldung auf vollständige und fehlerfreie Versichertendaten der Patientin bzw. des Patienten, um die Vergütung Ihrer Meldung sicherzustellen. Beachten Sie hierzu auch die weiteren Vergütungsvoraussetzungen!

Tipp 2: Verlaufsmeldungen

Bei der Meldungsbearbeitung des Meldeanlasses „Verlauf“ stellen wir bei einigen Meldungen fest, dass die Felder

  • Tumorstatus Primärtumor
  • Tumorstatus Lymphknoten
  • Tumorstatus Fernmetastasen

nicht ausgefüllt wurden. Diese Felder sind bei der Gesamtbeurteilung des Tumorstatus verpflichtend. Bitte achten Sie deshalb auf die vollständige Angabe!

Weitere Informationen finden Sie in unseren Mindestanforderungen:

Tipp 3: Organspezifische Ergänzungsmodule

Bei einigen Tumorentitäten reicht der einheitliche onkologische Basisdatensatz nicht für eine zweckdienliche Abbildung des Tumorgeschehens aus. Aus diesem Grund wurden Ergänzungsmodule geschaffen, welche zusätzliche medizinische Informationen enthalten. Für die bestehenden Ergänzungsmodule zum kolorektalen Karzinom, Mammakarzinom und Prostatakarzinom hat die Vertrauensstelle erstmalig Pflichtfelder definiert.

Bitte füllen Sie die Felder aus, die Ihnen bekannt sind! Nutzen Sie bei dem papierbasierten Übermittlungsweg dafür das Notizfeld!

Alle Mindestanforderungen - auch zu den Ergänzungsmodulen - für die Klinik/Praxis:
Mindestanforderungen an Meldungen aus der Klinik/Praxis

Alle Mindestanforderungen - auch zu den Ergänzungsmodulen - für die Pathologie:
Mindestanforderungen an Meldungen aus der Pathologie

Tipp 4: Dokumentation des klinischen TNM

Die klinische TNM-Klassifikation ist erforderlich, bei Tumoren, die neoadjuvant vorbehandelt werden (z.B. durch Bestrahlung, (Radio-)Chemotherapie, Hormontherapie etc.) oder bei Tumoren, deren Behandlung keine operative Therapie vorsieht und bei denen folglich auch keine pathologische TNM-Klassifikation zu erwarten ist.

Es gibt auch Tumorentitäten, bei denen nach der aktuellen TNM-Auflage keine klinische TNM-Klassifikation vorgesehen ist, z.B. bei Melanomen (TNM, S. 186-189), Hodentumoren (TNM, S. 249-253) oder wenn die Operation gleichzeitig zur Diagnosestellung führt (z.B. Nierenzellkarzinomen). In solchen Fällen wird keine klinische TNM-Klassifikation erwartet. Die pathologische TNM-Klassifikation kann sowohl mit der Diagnose als auch der Operation gemeldet werden.

Beispiel 1: Bei einem Rektumkarzinom, das vor der Operation mit einer Radio-Chemotherapie behandelt wurde, ist eine klinische TNM-Klassifikation zu melden.

Beispiel 2: Bei einem operativ gesicherten Nierenzellkarzinom oder einem inzidentell diagnostizierten Prostatakarzinom ist hingegen die alleinige pathologische TNM-Klassifikation ausreichend.

Quelle: Wittekind, C. (Hrsg.) (2020): TNM Klassifikation maligner Tumoren. 8. Auflage. Korrigierter Nachdruck 2020 mit allen Ergänzungen der UICC aus den Jahren 2017 bis 2019. Weinheim: Wiley-VCH.

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