Das Hessische Krebsregister auf dem 37. Deutschen Krebskongress (DKK)

Vom 18. bis zum 21. Februar 2026 findet der 37. Deutsche Krebskongress (DKK) in Berlin statt. Das Hessische Krebsregister (HKR) nahm am Kongress teil und präsentierte in Vorträgen seine wissenschaftlichen Auswertungen.

37. Deutscher Krebskongress vom 18. bis 21. Februar 2026

Alle zwei Jahre versammeln sich onkologische Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen in Deutschland auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin und tauschen sich intensiv über die aktuelle Versorgung aus.

Unter dem diesjährigen Leitmotto „zusammen-gezielt - zukunftsfähig“ nahm auch das Hessische Krebsregister (HKR) am Kongress teil und präsentierte in Vorträgen seine wissenschaftlichen Auswertungen.

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Unsere Beiträge zum 37. Deutschen Krebskongress:

Donnerstag, den 19.02.2026:

In der Veranstaltung „Best-of-Abstracts-Sitzung III: Versorgungsforschung (Quality analysis of selected items of the nationwide oncological basis dataset in German cancer registries)“ zeigte Frau Dr. med. Soo-Zin Kim-Wanner vertretend für die AG oBDS Evaluation die Ergebnisse der Qualitätsanalyse bei ausgewählten Elementen des onkologischen Basisdatensatzes (oBDS) auf. Dazu wurden insgesamt 2.299.293 Tumorberichte zu Operationen, 1.086.511 zu Strahlentherapien und 1.769.313 zu systemischen Therapien analysiert.

Die über Regionen und Zeiträume hinweg vergleichbaren Komplikationsraten nach Krebsoperationen deuten darauf hin, dass Krebsregisterdaten in diesem Zusammenhang eine verlässliche Datenquelle darstellen.

Freitag, den 20.02.2026:

Frau Dr. med. Soo-Zin Kim-Wanner stellt in der Veranstaltung „Forschung mit Krebsregistern ‒ Daten und Ergebnisse?“ Auswertungen im Rahmen der „11. Bundesweiten Onkologische Qualitätskonferenz“ vor.

Dieser Vortrag handelt von der Versorgungssituation bei Lymphomen am Beispiel des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms. Es wird auf die primären Ansprechraten und das Gesamtüberleben nach diesen Raten eingegangen. Ein weiterer Blickpunkt liegt auf dem rezidivfreien Überleben und dem Gesamtüberleben in Abhängigkeit von der Remissionsdauer.

Samstag, den 21.02.2026

Innerhalb der Veranstaltung „Onkologische Versorgungsrealität – Erkenntnisse aus der Krebsregistrierung“ werden Daten des Hessischen Krebsregisters in dem Vortrag mit dem Fokus auf „Roboterassistierte versus offen operierte radikale Prostatektomien bei lokal begrenztem Prostatakarzinom in Hessen“ gelegt.

Bei einem hohen Risiko wird in etwa 60 % der Fälle eine radikale Prostatektomie (RPE) durchgeführt. In mittlerweile etwa 50 % der operativen Fälle wird die roboterassistierte Chirurgie durchgeführt. In Hessen wird flächendeckend zu 90 % erfolgreich die vollständige Resektion (R0-Resektion) durchgeführt, welche abhängig vom Tumor-Status und dem jeweiligen Risiko ist.

Insgesamt beteiligt sich das Hessische Krebsregister umfassend an bundesweiten Auswertungen für den 37. Deutschen Krebskongress. Auch eigene Auswertungen mit Daten der in Hessen diagnostizierten oder behandelten Patientinnen und Patienten zeigen die aktuelle Versorgungsrealität auf und können eine Grundlage zur Evaluation und Verbesserung der Krebsversorgung bieten.

Veranstaltungen

Wir bieten regelmäßig Webseminare zur Online-Erfassung im Meldeportal und zur Tumordokumentation an.

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Kim-Wanner

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