Zertifizierte Zentren in Hessen:
Siegel als Zeichen der Zusammenarbeit

Im Meldejahr 2022 haben 121 hessische Organkrebszentren mit uns zusammengearbeitet. Für ihre Meldetätigkeit erhalten sie neben einer Kooperationsbestätigung ab sofort auch ein Siegel.

Einrichtungsübergreifende Vernetzung:
Kooperation von Krebszentren und Krebsregister

In Deutschland stellen zertifizierte Zentren die flächendeckende und wohnortnahe Krebsbehandlung von Patientinnen und Patienten sicher. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) unterscheidet drei Zertifizierungsstufen: Während Organkrebszentren (Center, C) auf ein Organ spezialisiert sind, behandeln Onkologische Zentren (Cancer Center, CC) mehrere Organe. Onkologische Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCC) fokussieren die Entwicklung und Etablierung neuer Therapien und Standards.

Zum 1. November 2022 listet die OncoMap der Deutschen Krebsgesellschaft 141 zertifizierte Zentren in Hessen auf. In der nachfolgenden Visualisierung sehen Sie die Anzahl der hessischen Krebszentren je nach Tumorart.

Von den 141 Zentren sind 13 Einrichtungen als Schwerpunkt "S" ausgewiesen. Sie behandeln sonstige gastrointestinale Tumoren, endokrine Malignome, Hoden- und Peniskrebs sowie hämatologische Neoplasien. Diese Einrichtungen verfügen laut OncoMap kein eigenständiges Zertifikat und werden nur im Rahmen eines Onkologischen Zentrums anerkannt. Deswegen kommen für das Krebsregister 128 hessische Organkrebszentren als Kooperationspartner in Betracht.

Um die Ziele und Aufgaben der klinisch-epidemiologischen Krebsregistrierung zu erfüllen, ist eine Zusammenarbeit mit den Organkrebszentren unerlässlich. Denn sie verfügen über viele Behandlungsinformationen, die für die flächendeckende Krebsregistrierung von hohem Interesse sind. Für die Zentrumszertifizierung erhalten meldetätige Organkrebszentren jährlich eine Kooperationsbestätigung – in Kürze für das Meldejahr 2022.

Kooperationen im Meldejahr 2022:
Meldetätigkeit von 121 Organkrebszentren

Im Meldejahr 2022 kamen 121 von den 128 Organkrebszentren ihrer Meldetätigkeit nach. Welche Einrichtungen mit dem Krebsregister kooperierten, sehen Sie auf der nachfolgenden Karte. Sie können die Karte vergrößern oder verkleinern sowie nach Tumorart oder Registrierungsnummer der OncoMap durchsuchen. Bitte vergrößern Sie die Karte für die vollständige Ansicht der kooperierenden Organkrebszentren.

In § 65c SGB V ist die Zusammenarbeit zwischen den Zentren in der Onkologie und den klinischen Krebsregistern gesetzlich verankert. Die Deutsche Krebsgesellschaft prüft im Rahmen der Zentrumszertifizierung, ob diese Zusammenarbeit erfolgt. Als Nachweis für die Zertifizierung dient in Hessen die Kooperationsbestätigung. Die Bescheinigung für das Meldejahr 2022 erhalten unsere Kooperationspartner in Kürze.

Ausstellung ab dem Meldejahr 2022:
Siegel als sichtbare Anerkennung der Meldetätigkeit

Hessische Organkrebszentren leisten mit regelmäßigen Meldungen einen enormen Beitrag zu einem vollzähligen und vollständigen Datenbestand im Krebsregister. Um ihre Meldetätigkeit zu würdigen, stellen wir ihnen ab dem Meldejahr 2022 ein Siegel aus. Auf diese Weise können Organkrebszentren ihr großes Engagement bei der klinisch-epidemiologischen Krebsregistrierung sichtbar machen – beispielsweise auf der eigenen Website und in anderen Medien.

Organkrebszentren erhalten das Siegel zukünftig mit der Kooperationsbestätigung: Ein Download-Link hält das Erkennungszeichen in verschiedenen Farben und Formaten vor – und bietet somit für Digital- und Printmedien vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Meldejahr 2022_Siegel für Organkrebszentren
Hessisches Krebsregister vergibt neues Siegel für Organkrebszentren als Zeichen der Zusammenarbeit

Hintergrund

In § 65c SGB V ist die Zusammenarbeit zwischen den Zentren in der Onkologie und den klinischen Krebsregistern gesetzlich verankert. Ob diese Zusammenarbeit erfolgt, wird im Rahmen der Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft abgefragt. Für die Zertifizierung stellt das Hessische Krebsregister jährlich eine Kooperationsbestätigung aus. Weitere Informationen finden Sie hier:

Infohotline

Fragen? Wir beraten Sie gerne!

069 5660876-0Mo. bis Do. von 8 - 16 Uhr;
Fr. von 8 - 13 Uhr