Häufige Fragen von Betroffenen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu verschiedenen Themen rund um das Hessische Krebsregister. Sollten Fragen offengeblieben sein, können Sie sich gerne direkt an uns wenden.

Meldung an das Hessische Krebsregister

Sind meine Daten im Hessischen Krebsregister gespeichert und wenn ja, welche?

Bei Vorliegen einer meldepflichtigen Krebserkrankung ist Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt verpflichtet, Behandlungsinformationen an das Hessische Krebsregister zu melden. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt hat Sie über die Meldung an das Hessische Krebsregister zu informieren und auch darüber, dass Sie der Meldung widersprechen dürfen. Wenn Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt seiner Meldepflicht nachgekommen ist, liegen dem Hessischen Krebsregister Daten zu Ihnen und Ihrer Erkrankung vor.

Welche Informationen an das Hessische Krebsregister übermittelt werden, erfahren Sie auf der folgenden Seite: Verarbeitung Ihrer Daten

Kann ich der Meldung meiner Ärztin bzw. meines Arztes widersprechen?

Gemäß § 5 Hessisches Krebsregistergesetz darf der Meldung der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes jederzeit widersprochen werden.

Welche Rechte Ihnen zustehen, erfahren Sie auf der folgenden Seite:
Ihre Daten, Ihre Rechte

Wie widerspreche ich der Informationsweitergabe an das Krebsregister?

Sie können jederzeit einer Informationsweitergabe über Ihre Krebserkrankung an das Krebsregister widersprechen, sodass die Meldung durch Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt unterlassen wird bzw. alle von Ihnen gespeicherten Daten beim Hessischen Krebsregister gelöscht werden.

Sollten Sie einer Informationsweitergabe widersprechen wollen, sprechen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt darauf an und senden Sie ein formloses Schreiben an die Vertrauensstelle.

Nach Ihrem Widerspruch werden eventuell neu eingehende Daten zu Ihrer Krebserkrankung nicht mehr im Krebsregister aufgenommen. Auch Meldungen von Ärztinnen und Ärzten, die Sie nicht explizit über Ihren Widerspruch in Kenntnis gesetzt haben, werden nicht registriert.

Damit dies möglich ist, werden Ihre Personendaten (Name, Anschrift und Geburtsdatum) pseudonymisiert vorgehalten. Das bedeutet, dass Ihre Personendaten nicht mehr im Klartext vorliegen, sondern durch Kontrollnummern ersetzt werden.

Sendet eine Einrichtung eine Meldung über Ihre Erkrankung, wird diese Meldung nach einem Abgleich der gebildeten Kontrollnummern unverzüglich gelöscht.

Das Krebsregister stellt somit dauerhaft sicher, dass Ihre Daten nicht registriert werden.

Was bedeutet ein Widerspruch für die Krebsregistrierung?

Die Krebsregistrierung ist ein international etabliertes Instrument zur Krankheitskontrolle und -prävention. Aufgrund der Daten können Veränderungen von Krebshäufigkeiten aufgezeigt werden, die Aufschlüsse zu Umwelteinflüssen (z. B. Radioaktivität, Asbest, etc.) und Mängel in der Versorgung von krebserkrankten Patientinnen und Patienten geben können, sowie eine Qualitätssicherung der onkologischen Behandlungen leistet.

Hierbei ist eine aussagekräftige Analyse nur möglich, wenn möglichst alle Krebserkrankungen registriert werden. Wenn beispielsweise die Hälfte der Patientinnen und Patienten von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen, ist bei einer anlassbezogenen Auswertung zu Krebshäufungen (z. B. Reaktorunfall) die aufgenommene Rate zu niedrig und eine Aussage ist nicht möglich. Ebenfalls können keine Auswertungen zum Verlauf durchgeführt werden.

Jeder Widerspruch verringert die Chance, die Krebshäufigkeit und -versorgung realitätsnah sichtbar zu machen. Es kommt auf die Mitarbeit jedes Einzelnen an.

Beratung

Können Sie mir eine Ärztin bzw. Arzt oder Praxis bzw. Krankenhaus für meine Erkrankung empfehlen?

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Hessische Krebsregister nicht befugt ist, Empfehlungen für Behandlungsstellen zu geben. Bitte wenden Sie sich an Ihre betreuende Ärztin bzw. Ihren betreuenden Arzt. Diese/r kennt Sie am besten und kann passende Stellen empfehlen.

Erhalte ich von dem Hessischen Krebsregister auch ärztliche Beratung zu meiner Behandlung?

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hessischen Krebsregisters nicht dazu in der Lage sind, Sie ärztlich zu beraten. Bitte wenden Sie sich an Ihren betreuenden Arzt bzw. Ihre betreuende Ärztin, welche/r Ihnen passende Beratungsstellen empfehlen kann. Auf folgender Seite haben wir einige Krebsberatungs- und Informationsstellen für Sie gesammelt, die für Sie jedoch hilfreich sein könnten:
Krebsberatungs- und Informationsstellen

Infohotline

Fragen? Wir beraten Sie gerne!

069 5660876-0Mo. bis Do. von 8 - 16 Uhr;
Fr. von 8 - 13 Uhr