Kostenträger

Die gesetzlichen Grundlagen zum Datenaustausch zwischen landesweiten Krebsregistern und Kostenträgern sowie zu den Modalitäten der Abrechnung von Fallpauschalen und Meldevergütungen finden sich im Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister (kurz: Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG)) und im Hessischen Krebsregistergesetz (HKRG).

Abrechnungsvorgang

Nachdem die durch die Vertrauensstelle des Hessischen Krebsregisters geprüften Meldungen zu meldepflichtigen Erkrankungen bei der Abrechnungsstelle des Hessischen Krebsregisters eingegangen sind, werden die Eckdaten der vergütungsrelevanten Meldungen zur Abrechnung an die jeweiligen Kostenträger weitergegeben. Dort werden diese geprüft und es wird entschieden, ob diese nach Ansicht des Kostenträgers abrechenbar sind. Diese Prüfung muss innerhalb von 31 Werktagen erfolgen. Die Abrechnungsstelle des Hessischen Krebsregisters prüft die durch die Kostenträger abgelehnten Abrechnungen, akzeptiert die Ablehnung oder versendet die Eckdaten zu abrechenbaren Meldung ggf. erneut an den Kostenträger.

Datenübermittlung an die Kostenträger

Die Datenübermittlung an die Kostenträger erfolgt ausschließlich über das Datenträgeraustausch (DTA)-Verfahren, welches hier geregelt wird. Bevor die Meldungen an die Kostenträger weitergeleitet werden, erfolgt im Krebsregister eine Vollständigkeitsprüfung der Pflichtangaben zur Versicherung der Patientinnen und Patienten (einschließlich des Institutionskennzeichens und des Namens der Krankenkasse sowie der Versichertennummer der Patientin / des Patienten) sowie eine Prüfung zur Vergütungspflicht.

Datenrückmeldung der Kostenträger an das Krebsregister

Für die Bearbeitung der Rückmeldungen der Kostenträger sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  • Beanstandungen müssen elektronisch per DTA-Verfahren an das Krebsregister übermittelt werden.
  • Die formellen Anforderungen (z. B. Aufbau der Rechnungsnummer) gem. Protokollnotiz der Technischen Kommission klinische Krebsregister sind zu beachten, s. Download unten.
  • Nach Ablauf der 31-tägigen Prüffrist sind keine Beanstandungen mehr möglich.

Aus Gründen des Datenschutzes sollten auf Zahlungsavisen keine personenbezogenen Informationen genannt werden. Bitte geben Sie stattdessen unsere Forderungsnummer und die laufende Nummer innerhalb der Rechnung an.

Protokollnotiz der Technischen Kommission klinische Krebsregister

Aus Gründen des Umweltschutzes bitten wir Sie zu prüfen, ob Sie Zahlungsavise ausschließlich in elektronischer Form an uns versenden können.

Bitte geben Sie bei der Ablehnungsbegründung „Vergütung erfolge bereits an ein anderes Krebsregister“ an, an welches Krebsregister die Vergütung erfolgte.

Häufig gestellte Fragen

Unterliegt die Meldevergütung der Umsatzsteuerpflicht?

Nein, die Meldevergütung ist nicht umsatzsteuerpflichtig, da sie Teil der Heilbehandlung ist (laut Schreiben des BMF vom 24.09.2016, siehe hier).

Dürfen Forderungsnummern zusammengefasst werden?

Nein, der Zahlungseingang im Krebsregister muss den einzelnen Forderungsnummern entsprechen, vgl. Informationsschreiben. Mehrere Teilzahlungen zu einer Forderungsnummer sind möglich, wenn bspw. eine Nachzahlung erfolgt.

Auf welchen Wegen können Beanstandungen an das Krebsregister erfolgen?

Beanstandungen dürfen nur auf elektronischem Weg über das DTA-Verfahren an das Krebsregister übermittelt werden.

Allgemeine Fragen

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Sachbearbeiterin
Telefon: 069 1567-742
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Medizinischer Informatiker
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