Vergütung der Meldungen

Für die Meldung von selbst erbrachten tumortherapeutischen Leistungen erhalten hessische Ärztinnen bzw. Ärzte eine Vergütung. Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu den Vergütungsvoraussetzungen und -höhen sowie zu unseren Abläufen.

Voraussetzungen

Für jede vollständige und gültige Meldung erhalten Meldende eine Vergütung. Die Vergütungsfähigkeit einer Meldung orientiert sich an verschiedenen Kriterien.

Meldungen sind vergütungsfähig, wenn

  • es sich um eine tumortherapeutische Behandlung einer meldepflichtigen Erkrankung handelt,
  • die Leistung von der meldenden Ärztin bzw. dem meldenden Arzt selbst durchgeführt wurde,
  • alle Mindestangaben angegeben wurden,
  • es sich um keine Korrektur von einer zuvor übermittelten, bereits vergüteten Meldung handelt,
  • die Leistung nach Inkrafttreten des Hessischen Krebsregistergesetzes am 25.10.2014 erfolgte,
  • die Patientin bzw. der Patient in Deutschland wohnhaft ist,
  • die Patienten bzw. der Patient über die Meldung unterrichtet wurde.

Melde- und Vergütungsablauf

Melde- und Vergütungsablauf
Melde- und Vergütungsablauf im Hessischen Krebsregister

Hessische Ärztinnen bzw. Ärzte übermitteln an uns ihre erbrachten onkologischen Leistungen in Form von Meldungen. Jede einzelne Meldung wird von uns über ein mehrstufiges Verfahren intensiv geprüft und dokumentiert. Vollständige und gültige Meldungen, welche die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, werden anschließend an die jeweiligen Kostenträger, z. B. die gesetzlichen Krankenkassen, weitergeleitet. Nach deren Prüfung werden die Vergütungen an das Hessische Krebsregister überwiesen und von uns an die Meldenden ausgezahlt.

Was mit Ihrer Meldung bei uns im Detail passiert, erfahren Sie hier:

Vergütungshöhe

Meldungen zu Patientinnen und Patienten ab dem 18. Lebensjahr

Die Höhe der Meldevergütung für die Meldung zu Patientinnen und Patienten ab dem 18. Lebensjahr wurde bundeseinheitlich festgelegt und unterscheidet sich in der Höhe je nach Art der Meldung. Die Meldevergütung wird von den Kostenträgern getragen.

Meldeanlass

Vergütung pro Meldung

Diagnosestellung

18,00 Euro

Zahnärztliche Diagnose

15,00 Euro

Verlaufsdaten

8,00 Euro

Therapie- und Abschlussdaten

5,00 Euro

Pathologische Diagnosesicherung

4,00 Euro

Quelle: Schiedsspruch vom 24.02.2015 gemäß § 65c VI 8 SGB V in Verbindung mit § 2 Abs. 2 der Krebsregister-Meldevergütung-Vereinbarung vom 15.12.2014

Meldungen zu Patientinnen und Patienten vor dem 18. Lebensjahr

Für Meldungen zu Patientinnen und Patienten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten Sie aus den Landesmitteln Hessens eine Vergütung. Es werden pro Tumorerkrankung derzeit maximal 15 Verlaufs- und Therapiemeldungen vergütet.

Meldeanlass

Vergütung pro Meldung

Diagnosestellung

5,00 Euro

Zahnärztliche Diagnose

Verlaufsdaten

3,00 Euro

Therapie- und Abschlussdaten

3,00 Euro

Pathologische Diagnosesicherung

3,00 Euro

Quelle: gemäß § 5 der Verordnung zum Hessischen Krebsregistergesetz vom 5. Oktober 2015

Wichtige Hinweise:

  • Meldevergütungen unterliegen nicht der Umsatzsteuer, da es sich um einen Teil der umsatzsteuerfreien Heilbehandlung handelt. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesfinanzministerium:
    BMF-Schreiben vom 24. November 2016
  • Mit Inkrafttreten des neuen Hessischen Krebsregistergesetzes und der damit verbundenen Verordnung, voraussichtlich Ende 2019 bzw. Anfang 2020, werden die Vergütungshöhen bei Meldungen zu Patientinnen und Patienten vor dem 18. Lebensjahr angepasst werden. Wir werden Sie über die zukünftige Regelung zeitnah informieren.

Neben der Meldevergütung erhalten Sie von uns auch:

Allgemeine Fragen

Ebru Isik<br>Ebru Isik
Sachbearbeiterin
Telefon: 069 1567-742
Per E-Mail kontaktieren

Thomas Becker<br>Thomas Becker
Sachbearbeiter
Telefon: 069 1567-731
Per E-Mail kontaktieren

Technische Fragen

Christoph Hucke<br>Christoph Hucke
Medizinischer Informatiker
Telefon: 069 1567-734
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